Wolfskinder

Wolfskinder – so bezeichnete man die durch die Kriegswirren elternlos gewordenen Kinder Ostpreußens, die durchs Land zogen und Unterkunft und Essen erbettelten. Viele von ihnen sind verhungert. Andere wurden – von meist litauischen Familien – aufgenommen und als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Die meisten haben litauische Namen angenommen, um nicht aufzufallen. Sie haben geheiratet und selbst Kinder bekommen. Und oft weiß nicht einmal ihre Familie von ihrer wahren Herkunft. Manche wissen selbst nichts mehr über ihre deutsche Vergangenheit.
Der „Deutsche Verein Edelweiß“ hat sich dieser Menschen angenommen, versucht ihr Schicksal zu klären und noch vorhandene Verwandte oder Bekannte in der Bundesrepublik zu finden, die ihre deutsche Herkunft bezeugen können.
Im Jahre 1992 hat der Verein mit Genehmigung der litauischen Behörden unmittelbar an der Kreuzung der Straße von Tauroggen nach Tilsit (A 216) mit der von Heydekrug kommenden A 226 etwa 5 km nördlich von Tilsit ein Denkmal zum Gedenken an die in den Jahren 1944 bis 1947 umgebrachten und verhungerten Einwohner Ostpreußens errichtet. „Wolfskinder-Denkmal“ heißt diese Stätte im Volksmund.