Die Kaschubei

Die Kaschubei oder auch Kaschubische Schweiz genannt, ist ein landschaftlich schöner, hügeliger Landstrich am Ostrand der Pornrnerschen Seenplatte, mit Erhebungen bis zu 300 m. Gletschermoränen haben die Hügel und kleine, oft lange Seen geformt.

Die Kachubei wird bewohnt vom Rest eines westslawischen Volksstammes mit eigener Sprache, die kein polnischer Dialekt ist. Sie sind mit den Sorben der Lausitz verwandt. Nach Schätzungen gibt es noch 100.000 Kaschuben, deren Vorfahren den Pomeranen zuzurechnen sind. Ihr Name ist vom polnischen Wort Kaszuba = Pelzrock, einem vorn offenen Rock mit Pelzkragen abgeleitet.

Die südliche Kaschubei sich um ihren Hauptort Karthaus (Kartuzy).

Westlich von Karthaus liegt Chmielno, ein Ferienort, zwischen Moränenhügeln und Biale- und Klodno-See (Reste einer Burgvogtanlage; Keramik-Werkstatt seit 8 Generationen im Besitz von Fam.Necel).

Der südlich von Chmielno gelegene Radaune-See gibt einem kleinen Fluß, der Radaune (Radunia) seinen Namen, der die Seen entwässert und nach Osten durch Zuckau (Zukowo) Richtung Danzig fließt, wo er in die Mottlau mündet. Der Radaune-Kanal, der die Danziger Vorstadt, die Rechtstadt und die Altstadt in einem Bogen umfließt, verbindet die Radaune auf verkürztem Wege mit der Mottlau, in die er nördlich der Altstadt einmündet.

Die nördliche Kaschubei erstreckt sich von Neustadt (Wejherowo) am Ostufer des Zarnowitzer Sees entlang bis an die Ostsee. In Krockow (Krokowa) zwischen Zarnowitzer See und Putzig (Puck) liegt das Schloß der Grafen von Krokow, im letzten Jahrzehnt restauriert und jetzt Sitz der „Stiftung Europäische Begegnung“.