Anmerkungen zur Reise

Dieser Reiseplan ist entstanden aus den Erfahrungen mehrerer Reisen nach Danzig, Masuren und Nord-Ostpreußen. Er soll Interessierten einen Überblick geben über die Reisemöglichkeiten und Hinweise für eigene Planungen, vor allem aber Anregungen und Anhaltspunkte für eigene Unternehmungen. Er läßt sich aber auch als eine Art Auskunfts- und Nachschlagewerk verwenden.
In Polen, im Kaliningrader Bezirk und in Litauen sind die Orte an erster Stelle mit ihrem heutigen Namen bezeichnet, weil nur die unterwegs auf Orts- und Hinweisschildern zu lesen sind. Der Orientierung auf der Reise sollte Priorität gelten. Die früheren deutschen Ortsnamen sind i.d.R. in Klammern genannt. Besondere Schwierigkeiten machen naturgemäß die Bezeichnungen im Kaliningrader Bezirk, weil die Ortsnamen nicht in lateinischer, sondern in Kyrillischer Schrift geschrieben sind. Im Vorteil ist also, wer das kyrillische Alphabet beherrscht.

Die Ausführungen zu den einzelnen Themen geben die individuelle Meinung des Autors wieder und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder absolute Richtigkeit seiner Sichtweise. Sie schließen weder Irrtümer noch andere Interpretationen aus. Eine solche Reise bietet dafür auch zu viele Möglichkeiten, nicht nur Einblicke zu gewinnen und sie – vor allem unter Berücksichtigung der Geschichte dieses Landes und der eigenen Kenntnis unterschiedlich zu deuten.

Fahrzeiten

Die bei den Tagesetappen angegebenen Fahrzeiten sind Busfahrzeiten. Sie berücksichtigen im allgemeinen die Straßenverhältnisse, aber nicht Verkehrstaus, Umleitungen usw. Mit dem Bus ist in Polen im allgemeinen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km (ohne Pausen) zu erreichen, im Königsberger Gebiet oft nur weit weniger als 50 km. Die tatsächlichen Fahrzeiten für die einzelnen Streckenabschnitte können nach oben und unten abweichen. Die Fahrzeit für die gesamte Tagesstrecke läßt sich aber meistens erstaunlich gut einhalten. Für PKW-Fahrer enthalten die angegebenen Fahrzeiten reichlich Spielraum.
Achten Sie auf die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen. Übertretungen werden teuer! Die Polizei steht gern an unübersichtlichen Stellen und ist ziemlich unnachsichtig!

Grenze

Für Polen und Litauen benötigen Sie kein Visum. Seitdem beide Länder zum „Schengener Raum“ gehören entfällt auch eine Grenzkontrolle.
Für Rußland (Kaliningradska oblast) brauchen Sie neben einem gültigen Paß ein Visum, das Sie sich in Deutschland bei einer russischen Vertretung besorgen müssen (empfehlenswert: deutsches Reisebüro einschalten). Achtung: Wenn Sie nach Litauen fahren und über den Kaliningrader Bezirk wieder ausreisen wollen, benötigen Sie für die Wiedereinreise ein Mehrfach-Visum!
Die Dauer der Grenzabfertigung kann sehr unterschiedlich sein, je nach Tageszeit, Andrang und „Stimmung“. Morgens zwischen 8 und 9 Uhr ist Schichtwechsel bei den Grenzbeamten. Erfahrungsgemäß bedeutet das zunächst einmal für eine gewisse Zeit Stillstand der Abfertigung.

Ruhetage

Die beschriebene Reiseroute erfordert schon eine gewisse Kondition, zumal die Verhältnisse in Polen und erst recht im Kaliningrader Bezirk schon beschwerlich sein können.
Deshalb empfiehlt es sich, Ruhetage einzulegen. Als Standorte für solche Ruhetage bieten sich Sensburg, Rauschen oder Nidden an. Wer die Ruhe nicht zu brauchen meint, kann solche Tage auch zu Erlebnistagen machen:
Von Sensburg aus zu einer ausgiebigen Seenfahrt entweder auf dem Spirdingsee (ab Nikolaiken) oder über das Talter Gewässer und den Löwentin-See nach Lötzen oder aber ab Lötzen auf dem Dargainen- und Mauersee nach Angerburg.
Von Rauschen aus kann man mit der Samlandbahn (preiswert!) zu einem Tagesausflug nach Königsberg fahren.
Nidden bietet sich dagegen zu einem Wandertag durch die Dünen (große Düne!) oder zu einem Ausflug nach Schwarzort an.

Hotels

Die empfohlenen Hotels haben in Polen inzwischen durchaus West-Standard, auch das Essen (Frühstücks-Buffet!) ist gut. Im Kaliningrader Bezirk und in Litauen muß man aber in beidem noch einige Abstriche machen. Eine solche Reise hat immer noch gewisse Züge eines Abenteuers. Wer diese Länder schon einmal besucht hat, weiß das aber und richet sich darauf ein. Das Erlebnis der Landschaft Ostpreußen entschädigt ihn.