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Wolfsschanze |
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Görlitz ist 8 km östlich von Rastenburg entfernt. 1353 wurde zwischen Seen und Sümpfen ein hölzernes Forsthaus gebaut, das für Jäger bestimmt war, die den Auftrag hatten, die Ordensburg in Rastenburg mit Wild zu versorgen. 1437 erwarb die Stadt Rastenburg 50 Hufen Wald, der bis 1945 im Besitz der Stadt blieb. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war hier ein beliebtes Sonntagsausflugsziel der Rastenburger.
Im Wald befinden sich auf einer Fläche von 2,5 qkm Ruinen des Führerhauptquartiers der Wolfsschanze. Gebaut wurde sie in den Jahren 1940 bis 1944 nach einem Entwurf des Stabes der Organisation Todt. Ausgewiesen war sie als eine Baustelle der Askania-Werke. Verantwortlich für den Bau war Ing. Behrens. Die Wolfsschanze war von einem Minengürtel umgeben. Die Minen in Holz- und Porzellanbehältern waren schwer zu entdecken. (Nach dem Krieg wurden 55000 Minen entschärft). Mehrere Flak-Stellungen sollten vor Fliegerangriffen schützen. Der Zutritt zum Führerhauptquartier wurde sorgfältig bewacht und durch drei Sperrkreise abgeschirmt. Die Wolfsschanze hatte ein eigenes Bahngleis mit getarntem Bahnhof, Elektroturbinen, direkte Femmeldeverbindungen mit Berlin sowie mit den wichtigsten Stellen an den Fronten. Alle Wege und Pfade sowie die kleinsten unbewaldeten Stellen zwischen den Bunkern waren mit Tarnnetzen überspannt, die der Jahreszeit entsprechend ausgewechselt wurden. In der Nähe befand sich ein kleiner Flugplatz. Insgesamt wurden 70 verschiedene Objekte gebaut; sieben starke Bunker hatten sechs und acht Meter starke Decken. Im Krieg hielt sich Hitler oft in der Wolfsschanze auf. Hier fand am 20. Juli 1944 das mißglückte Attentat auf ihn statt. Am 20. November 1944 verließ Hitler die Wolfsschanze. Die Bunker übernahm der Stab der IV. Feldarmee von General Hoßbach. Am 24. Januar 1945 wurden sie von der sich nach Westen zurückziehenden Wehrmacht gesprengt. An der Stelle des mißglückten Attentats brachte man am 20. Juli 1992 eine Gedenktafel an. Der Text auf polnisch und deutsch lautet: Hier stand die Baracke, in der am 20. Juli 1944 Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Adolf Hitler unternahm. Er und viele andere, die sich gegen die ntionalsozialistische Diktatur erhoben hatten, bezahlten mit ihrem Leben. |
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Lageplan des Führerhauptquartiers (Sommer 1944)
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P.
PARKPLATZ. |
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Gedenkstein |
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gesprengter Bunker |
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