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Lötzen (Gizycko) |
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Lage Geschichte
Sehenswertes |
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Lötzen (29500 Finwohner) liegt auf der Landenge zwischen dem Löwentin- und dem Kissain-See. Lötzen ist heute eines der bedeutendsten Wassersportzentren Polens (Hafen, Verwaltung der »Weißen Flotte«) mit einer Badeanstalt und Bootsverleih. Von Lötzen aus finden fahrplanmäßige Schiffsfahrten der »Weißen Flotte« nach Angerburg, Nikolaiken, Niedersee und Johannisburg statt. Außerdem werden Ausflugsfahrten zum Kissain- und Doben-See organisiert (sog. »Schwanen-Tour« und zur »Kormoran-Insel«,). Die Pruzzen schon bauten hier eine kleine hölzerne Wehranlage, die um 1283 vom Deutschen Ritterorden erobert wurde. Der baute das »Haus Lötzen«, das die Litauer 1365 in Brand setzten. Nach den Zerstörungen verlegte man das Schloß näher an den Löwentin-See. Nach der Reformation wurde das Schloß zum Sitz der Landesfürsten. In der Mitte des 15. Jh. erhielt die am Schloß gegründete Siedlung Neuendorf Privilegien und 1612 die Stadtrechte. Beim
Tatareneinfall (1657) wurde die Ortschaft niedergebrannt. Mehr
als 1000 Einwohner
kamen ums Leben. Den heutigen Namen Gizycko verdankt die Stadt dem in Johannisburg geborenen Pastor Gustav Gisevius (1810/48). Die
evangelische Kirche stammt aus dem Jahr 1827 (1881
restauriert), einige Bürgerhäuser aus demund
vom Beginn des 20. Jh.
Von Interesse ist ein Teil des ehemaligen Ordensschlosses
(15.Jh.),
das in den folgenden beiden Jahrhunderten zweimal umgebaut
wurde. Am Löwentin-See erinnert ein großes
eisernes Kreuz in der Nähe des Hotels und Motels an den Tod
des Erzbischofs Bruno von Querfurt im Jahre 1009. Er
war als Missionar in dieses damals noch heidnische Land
gekommen. An der Ausfallstraße Richtung Allenstein-Rastenburg oder Nikolaiken (links) liegt die Feste Boyen. Von Lötzen aus in nord-östlicher Richtung im Stadtwäldchen, an der Försterei Gizycko, wachsen drei Eichen mit einem Umfang von 630, 500 und 420 cm, die als Naturdenkmäler ausgewiesen sind. |