Johannisburg (Pisz)





Lage



Geschichte











Sehenswertes


Das Städtchen (ca. 19000 Einwohner) liegt am Ostrand der Johannisburger Heide am Ausfluß der Galinde aus dem Rosch-See.

Hier errichtete 1345 der Ritterorden die »Johannpurgk«, die 1361 und 1366 durch Einfälle der Litauer in Flammen aufging. An der Burg entstand eine Siedlung, die 1367 ihr Lokationsprivileg erhielt. Die Stadtrechte wurden Johannisburg erst 1645 durch den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. verliehen.

1682 fielen Stadt und Burg einem Brand zum Opfer. Die Burg wurde 1684 wiederaufgebaut und 1697 ausgebessert in Erwartung des Treffens des preußischen Kurfürsten Friedrich III. mit dem König von Polen, August II., das am 5. Juni 1698 im Schloß stattfand. Das Treffen begann mit einer Jagd in der Johannisburger Heide, der die letzten Wisente in Masuren zum Opfer fielen.

Durch die große Pestepidemie (1709/11) blieben von 1200 Einwohnern nur 14 am Leben. Den wirtschaftlichen Aufschwung verdankte die Stadt dem Bau des Wagenauer Kanals und dem Anschluß Johannisburgs an das Eisenbahn- und Straßennetz. 1945 wurde die Stadt zu 75 % zerstört.


Die 1843 als Fachwerkhaus erbaute St.-Johannes-Pfarrkirche wurde 1933 grundlegend renoviert). Der Kirchturm stammt aus dem Jahre 1739. Im Innern der Kirche lohnen der Hochaltar aus der Spätrenaissance, die barocke Kanzel (1701), ein Kruzifix und das Taufbecken (17. Jh.) einen Besuch.

Von der alten Burg sind nur Überreste der Kellergewölbe und ein Teil der Wehrmauer geblieben. Im Ort sind auch das Rathaus und ei­nige alte Bürgerhäuser (aus dem 19. Jh.) auf dem Markt erhalten. Im Rathaus ist das geschichtliche Museum des Johannisburger Landes mit einer Tierausstellung untergebracht (geöffnet täglich außer Montag 9 bis 16 Uhr).

Nahe Johannisburg befindet sich das südliche Ufer des Roschsees (1887,7 ha, 31,8 m tief). Johannisburg liegt an der Galinde( heute: Pisa), deren Name an die Galinder erinnert, einem pruzzischen Stamm, der im 12. Jahrhundert hier lebte.

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