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Die Dörfer
Bilder
von der Nehrung
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Die 98 km lange Nehrung beginnt hinter Cranz (Selenogradsk).
Die Nehrungsstraße hat ihren Anfang (km 0) hinter dem
Cranzer Hafen. Die Kilometerschilder stehen im russischen Teil
auf der Haffseite der Straße, im litauischen auf der
Seeseite. Bei km 3,8 beginnt das Naturschutzgebiet (Schranke),
das nur gegen eine Gebühr zu betreten und befahren ist.
Nach 11 km ist Sarkau (Lesnoje) erreicht. Bei km 14,
an einer Stelle, wo die Nehrung nur 350 m breit ist, brach 1983
bei einem Sturm die Nehrung durch. Die Bruchstelle konnte in
tagelanger Arbeit wieder geschlossen werden. Bei km 15 liegt,
nach etwa 5 Minuten Fußweg zur Haffseite, das
Nehrungsmuseum. Bei km 23 erreicht man nach kurzem Fußweg
durch den Wald zur Haffseite die Feldstation Fringilla (Buchfink)
der Vogelwarte Rossitten. Hinter der Feldstation sind gewaltige
Dünenberge. Vor ihnen am Waldrand stehen die großen
Fangnetze, in denen die Vögel gefangen und nach Vermessung
und Beringung durch die Station wieder frei gelassen werden. Der
Ort Rossitten
(Rybatschi) liegt etwas weiter nördlich. Hinter der
Kirche liegt das Hauptgebäude der Vogelwarte. Auf dem
Friedhof (etwa 500 m südlich von Rossitten) liegen die
restaurierten gräber von Franz Epha und Johannes Thienemann,
dem Gründer der Vogelwarte. In den 20er und 30er Jahren war
Rossitten das Zentrum des Segelflugs. 11 km hinter Rossitten
biegt eine Straße zur Haffseite ab, die nach Pillkoppen
(Morskoje) führt. Von dieser Straße rechts ab führt
ein Weg zur Epha-Höhe, die von einem Aussichtspunkt einen
herrlichen Blick über das Dünengebiet an der Haffseite
von Rossitten bis zur großen Düne bei Nidden
bietet. Bei km 50 erreicht man die russisch-litauische
Grenze. Der erste Ort im litauischen Teil ist Nidden
(Neringa-Nida), ein Fischerdorf, in dem sich in der ersten
Hälfte des vergangenen Jahrhunderts viele Künstler
niederließen. Das Thomas-Mann-Haus auf dem
Schwiegermutterberg ist restauriert worden und beherbergt ein
Museum. Besonders sehenswert sind die Kirche und der Friedhof mit
eigenartigen, verwitterten Grab-Brettern der Kuren. Weiter in
nördlicher Richtung folgen die Fischer-Dörfer Preil
(Neringa-Preila) und Perwelk (Neringa-Perwelka). Einer
der ältesten Nehrungsorte ist Schwarzort
(Neringa-Juodkrante). Vor Schwarzort an der Seeseite der
Nehrungsstraße liegt der Hexenberg, über den ein
Märchenpfad mit vielen kunstvoll geschnitzten Holzfiguren
führt. Schon im Jahre 1854 begann die Firma Stantien&Becker
in Schwarzort mit der Bernsteinbaggerei, durch die die
Bernsteinbucht, der heutige Hafen, entstand. Nach Erschöpfung
der Vorkommen wurde die Bernsteinförderung nach Palmnicken
verlegt. An der nördlichen Spitze der Nehrung, die bei
den Memelnern Süderspitze heißt, weil man
von dort aus nach Süden auf die Spitze blickt, liegt
Sandkrug (Smiltyne). Sandkrug gehört nicht mehr zur
Gemeinde Neringa, sondern ist ein Vorort von Memel, mit dem es
durch eine Fähre verbunden ist. Im Jahre 1866 wurde auf der
Spitze ein Fort gebaut, das heute ein sehenswertes Meeresmuseum
beherbergt.
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