Krockow (Krokowa)



Das Schloß






Das Hotel






Das Museum



Die Kirche







Der Korridor

Das Schloß der kaschubischen Familie Krockow stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde mehrfach umgebaut. In der jetzigen Form besteht es seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Im letzten Jahrzehnt ist es mit vornehmlich aus Deutschland stammenden Mitteln wiederhergestellt worden und beherbergt jetzt die deutsch-polnische Begegnungsstätte der Stiftung Europäische Begegnung „Kaschubisches Zentrum Krokowa“, deren Leiter ein Sohn des an der Mosel lebenden Familienoberhaupts Albrecht Graf von Krockow, Ulrich Graf von Krockow ist.

Das Schloß hat auch einen Hotel- und Restaurationsbetrieb, der gern private Gäste aufnimmt, wenn es nicht durch Tagungen belegt ist. So kann es dem Privatgast passieren, daß er des morgens beim Kaffee von einem charmanten Herrn mittleren Alters ins Gespräch gezogen wird und allerlei über die Geschichte des Schlosses, der Krockows, der Kaschuben und die heutigen Verhältnisse im Schloß und im Dorf erfährt, das eine offenbar ersprießliche Partnerschaft mit dem jetzigen Heimatort des Familienpatriarchen Graf Albrecht, dem Örtchen Schweich an der Mosel, unterhält. Ulrich Graf von Krockow, der in Bonn lebt, ist dann gerade einmal wieder im Schloß, um neue Projekte anzuschieben.

Im Dorf – gleich neben dem Schloß – ist eine Zweigstelle des Westpreußischen Landesmuseums Münster mit interessanten Ausstellungsstücken über pommersche Herrenhäuser und die Lebensweise der Kaschuben.

Die Dorfkirche ist im Innern einfach gestaltet, der rote Ziegelbau aber ist schon bemerkenswert für eine Dorfkirche. Ohne die Förderung durch die Schloßherrn wäre ein solcher Bau in einem Ort wie Krockow wohl kaum entstanden. Wir fanden übrigens eine interessante Verbindung zu Danzig: Auf dem Kirchhof ist ein Grabstein in den Rasen eingelassen, der anzeigt, daß hier 1812 die Danziger Familie Hewelke ihr Erbbegräbnis hatte. Johann Hewelke (oder wie ihn die Polen nennen, Jan Hevelius) war ein Danziger Bürger, Bierbrauer, bekannter Astronom und lange Jahre Bürgermeister der Hansestadt.


Krockowa lag zwischen den Weltkriegen im sogenannten (polnischen) Korridor. Nur wenige Kilometer westlich an der Ostseite des Zarnowitzer Sees und entlang seines Ausflusses, der Piasnitz, verlief die Grenze zwischen dem Korridor und dem Deutschen Reich.

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