Karthaus (Kartuzy)




Karthaus ist der Hauptort der Kaschubei und hat ca. 16000 Einwohner.

Den Namen gaben ihm die Kartäuser Mönche, die aus Chartreuse in Süd-Frankreich kommen. Sie errichteten hier von einem Adligen 1380 gestiftet und vom Deutschen Orden gefördert ein Kloster. Das Kloster war einschließlich der zugehörigen Dörfer von Abgaben und Diensten befreit. Durch Schenkungen und Mithilfe der Danziger Bürger wurde die Klosteranlage aufgebaut. Zum Kloster gehörten laut Ordensregel 16 kleine Klausen, in denen jeweils ein Mönch abgeschieden lebte, mit Küche, Schlafzimmer und Stube. Durch angesetzte Zinsbauern, Glashütten, Fischerei und Köhlerei kamen die Mönche zu hohem Ansehen. Dabei störte es die frommen Mönche nicht, daß die nach der Reformation angesiedelten Menschen aus Pommern evangelisch waren. Während der Reformation war die Zahl der Mönche auf 4 gesunken. Da wurde das Kloster dem Abt von Oliva unterstellt und 1826 schließlich ganz aufgehoben.

Vom Kloster ist die Kirche, die eine eigenartiges Dach trägt, erhalten sowie Teile des großen und des kleinen Kreuzganges und der Klosterbrunnen. Das Kircheninnere bietet einen Hochaltar, barockes Chorgestühl, herrliche lederne Wandbehänge. Im Kirchensüdteil. Findet sich ein ein wertvolles Triptychon von 1444 (Altargemälde?).

Am Ortsrand befindet sich ein kleines heimatkundliches Museum.






Klosterkirche