Die Bischofsburg Heilsberg
Im
Ermland lebte zu pruzzischer Zeit der Volksstamm der Warmier (Ermland
= Warmien). Daran erinnert auch der polnische Name Heilsbergs,
Lidzbarg Warminski. An der Mündung der Simser in die Alle
entstand zu dieser Zeit eine Burg. Sie wurde 1241 von den
Ordensrittern erobert und dem Bischof des Ermlandes übergeben.
1308 erhielt Heilsberg Stadtrechte. 1350 verlegte der Bischof des
Ermlandes seinen Sitz von Wormditt nach Heilsberg.
Der Bischof
erbaute in den Jahren 1348/1400 eine gotische Burg. Sie hat eine
quadratische Form und besitzt einen Laubenhof, einen vieleckigen Turm
und drei schmale Türmchen in den Ecken. Der Innenhof ist von
zweistöckigen Kreuzgängen umgeben.
Die Burg wurde
Bischofssitz. Sie gehörte nie dem Orden, sondern wurde
wie das gesamte Ermland vom Bischof verwaltet. Dem Orden oblag
nur die Vertretung des Ermlandes nach außen hin und seine
Verteidigung. Im 13jährigen Krieg (1453-1466) zwischen dem Orden
und Polens König stellte sich der Bischof sogar gegen den Orden,
indem er sich dem Schutz der polnische Krone unterstellte.
Von
1503 bis 1510 wohnte Nikolaus Kopernikus in der Burg und diente
seinem Onkel, dem Bischof Lukas Watzenrode, als Sekretär und
Leibarzt.
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